Die farbenfrohe Magie der Fancy Coloured Diamonds

Früher war der reine und farblose Diamant das Nonplusultra in der Schmuckwelt. In Ateliers wurde dem König der Edelsteine in dieser Form die größte Aufmerksamkeit gewidmet – und dabei hat die Farbe des Diamanten eine große Rolle gespielt, nicht zuletzt weil sich auch der Wert des jeweiligen Exemplars teils dadurch bemisst. Diamantgutachter unterscheiden auf einer Skala von D („Hochfeines Weiß +“) bis Z („Getönt 4“) seine feinen Nuancen von Weiß. Doch während alle Welt sich nach dem „perfekten“ weißen Stein verzehrt hat, haben sich im Schatten davon die Fancy Coloured Diamonds – oder auch naturfarbene Diamanten genannt – einen Namen gemacht. Wir stellen sie nun hier ins Licht.

Farbige Diamanten:
Wie der Phönix aus der Asche

Die farbigen Diamanten waren früher nur dann ein wenig begehrt, wenn sie besonders groß waren und allein durch diese Tatsache herausstachen. Hierzu zählen der Grüne Dresdner, der mit 41 Karat der größte natürlich grüne Diamant ist, oder der Blaue Wittelsbach-Graff mit 35,56 Karat, um nur zwei hierzulande bekannte Exemplare zu nennen. Das hat sich zum Glück in den letzten Jahrzehnten geändert. Mittlerweile haben auch naturfarbige Diamanten in blauen, braunen und rosa Tönen vermehrt Einzug in die Schmuckwelt erhalten – und das aus gutem Grund: Durch die Fancy Coloured Diamonds wird das Schmuckdesign vielfältiger, und die Preziosen werden farbenfroher.

Diese Fancy Coloured Diamonds gibt es

Die bunten Edelsteine treten in sehr vielfältigen Farben auf, wobei die Farbe jeweils den mittleren Teil des Namens einnimmt. So weiß stets jeder, mit welcher Nuance er es zu tun hat. Fancy Yellow Diamonds zum Beispiel bilden ein ganz eigenes Farbspektrum ab, das zwischen Zitronengelb und Kanadiergelb nuanciert, und bringen eine kräftige Note mit Gute-Laune-Garantie mit sich. Fancy Pink Diamonds hingegen stehen für zärtliche Töne. Sie gehören zu den seltensten natürlichen Färbungen der Diamanten und kommen weltweit nur in wenigen Minen vor. Gleiches gilt für das Pendant in Blau, das es in helleren und dunkleren Nuancen gibt, wobei sie den Pinks Diamonds hinsichtlich der Seltenheit ins Nichts nachstehen. Wer es ein bisschen dezenter mag, ist mit Fancy Brown Diamonds gut bedient. Sie bewegen sich in einem Farbspektrum, das sich in Tönen wie Champagner, Zimt, Schokolade und Cognac ausdrückt.

So entstehen die natürlich
farbigen Diamanten

Die Farbe ist unmittelbar mit dem Entstehungsort des Diamanten verbunden. Kurz gesagt sind spezielle Spurenelemente in der Kristallstruktur für die Farbe verantwortlich. Stickstoff sorgt beispielsweise für gelbe oder orange Farbtöne, Bor hingegen für eine braune Färbung. Zudem kann die Färbung durch Verschiebungen der Kristallgitter verursacht werden, wodurch bestimmte Bereiche des Farbspektrums absorbiert werden und der Stein in einer speziellen Farbe erscheint. Als Fancy Coloured Diamonds bezeichnet man für gewöhnlich diejenigen farbigen Diamanten, deren Farbe besonders intensiv ist.

Namentlich berücksichtige Nuancen

Die bereits angesprochene Namensgebung der besonderen Diamanten verfügt ferner über Zwischenabstufungen. Ein Fancy Brownish Pink Diamond ist ein pinkfarbener Diamant mit Nuancen von Braun. Fürs bessere Verständnis: Die Entsprechung im Deutschen wäre hierzu sinngemäß ein bräunlich-pinkfarbener Diamant. Eine weitere Besonderheit namensgebender Natur kommt dann zum Tragen, wenn die Intensität der Farbe herausgestellt werden soll. Der Zusatz Deep oder Dark impliziert eine dunkle Tönung – Light hingegen eine helle. Darüber hinaus haben manche Steine auch ein Intense oder Vivid im Namen, was einen sehr intensiven oder lebendigen Fancy Coloured Diamond beschreibt.

3 wissenswerte Fakten zu Fancy Coloured Diamonds

• Nur einer je 10.000 Diamanten ist so intensiv, dass er als Fancy Coloured Diamond gilt.

• Der Pink Star (ein Fancy Vivid Pink Diamond) mit seinen 59,60 Karat wurde 2017 für 71,2 Millionen Dollar versteigert – Rekordpreis bei einer Auktion.

• Als berühmtester Fancy Coloured Diamond gilt der Hope-Diamant. Der Fancy Deep Grayisch Blue Diamond ist sagenumwoben und wurde für den antiken Kissenschliff von anfänglichen 112,5 Karat als ungeschliffener Kristall schließlich zu einem 45,52-karätigen Stein, dessen Wert dank Qualität, Schliff und Farbe auf 200 bis 250 Millionen Euro taxiert wird.

Werden farbige Diamanten zertifiziert?

Auch farbige Diamanten werden mittels Zertifikaten in ihrer genauen Beschaffenheit und ihrem Wert bestimmt. Renommierte Institute wie zum Beispiel das Gemological Institute of America (GIA) nehmen diese Gutachten der Steine vor. Interessant ist, dass zum Beispiel das GIA hinsichtlich Fancy Coloured Diamonds den pinken, blauen und grünen Exemplaren den höchsten Wert beimisst. An dieser Stelle sei abschließend aber erwähnt, dass sich die farbigen Diamanten zwar durch ihre Farbgebung abheben und definieren, die anderen bekannten Kriterien wie Karatgewicht, Reinheit oder auch der Schliff aber weiterhin eine große Rolle bei der Wertermittlung spielen.

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