Wissenswertes über Diamanten bei Juwelier Fridrich in München

Diamant

Der Diamant ist der klassisch-elegante Schmuckstein schlechthin – und doch fasziniert er mit seinem Funkeln, auch Feuer genannt, immer wieder aufs Neue. Was Diamanten ausmacht, wie ihre Qualität bestimmt wird und worauf Sie beim Kauf achten sollten: Hier haben wir alles Wissenswerte für Sie zusammengestellt.

Ein Diamant im Brillant-Schliff - Jetzt bei Juwelier Fridrich in München

Das macht Diamanten so besonders

Wohl über keinen anderen Stein der Welt wurden schon so viele Songs geschrieben, Filme gedreht oder Gedichte verfasst. Und kein anderer Stein auf dieser Welt verbindet Liebende so sehr wie der Diamant: Er ziert geschätzt 99,9% der Verlobungsringe auf der Welt. Rein physikalisch betrachtet, ist der Diamant ist der härteste in der Natur vorkommende Stoff, was seine Bearbeitung lange sehr schwierig gemacht hat. Er ist außerdem sehr selten, insbesondere in hoher Qualität: Man schätzt, das auf 1 Karat Diamant hoher Qualität rund 1 Million Diamanten minderer Qualität kommen. Die Qualitätskriterien für Diamanten zu kennen und sicher anzuwenden, ist deshalb bei der Auswahl und Wertermittlung entscheidend.

Was bestimmt den Wert eines Diamanten?

Diamanten werden heute anhand von 4 Kriterien bewertet, nach den englischen Begriffen auch „4 C“ genannt: Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). Diese Kriterien finden sich auch in den Diamantzertifikaten der unabhängigen Institute wieder, die wir zu jedem Diamanten ab 0,3 Carat mitliefern. Ein fünftes C in Bezug auf die Herkunft des Steins hat sich mittlerweile ebenfalls etabliert: Confidence (Vertrauen).

Die 5 C im Detail

Carat bezeichnet das Gewicht eines Edelsteins. Die Einheit Carat nimmt ursprünglich Bezug auf das Gewicht des Kerns eines Johannisbrotbaums (griechisch: „Kerat“), dieses natürlich schwankende Maß entspricht seit 1907 metrisch 0,2 Gramm. Mit steigendem Gewicht steigt auch der Wert des Diamanten exponentiell an: Denn je größer und reiner er ist, desto seltener findet man ihn. Entsprechend teurer wird er. Ein lupenreiner 1-karätiger Diamant kostet deshalb nicht das Doppelte, sondern ein Vielfaches eines Halbkaräters in der gleichen Qualität.

Diamanten sind doch alle farblos, oder? Das stimmt nur zum Teil: Die meisten Diamanten sind in der Tat weiß-transparent. Diamantgutachter unterscheiden aber auf einer Skala von D („Hochfeines Weiß +“) bis Z („Getönt 4“) sehr feine Grade von Weiß, die ebenfalls den Wert des Diamanten entscheidend beeinflussen. Die Farbstufe D „Hochfeines Weiß +“ ist dabei die qualitativ hochwertigste, sprich teuerste. Die oberen Farbgrade bis „Weiß (H)“ unterscheiden sich für Laien kaum und sind besonders bei gefassten Diamanten kaum zu bemerken. Ab Farbgrad K („Getönt“) sieht man hingegen einen leichten Gelb- oder Braunstich. Zur Graduierung der Steine arbeiten die Spezialisten mit einem Set von exakt abgestimmten Vergleichssteinen.

Unabhängig davon bringt die Natur aber auch Diamanten in intensiven Farben hervor – wie Kanariengelb, Blau, Grün, Rot, Pink, Orange oder Champagnerfarben. Sie entstanden durch Veränderungen im Kristallgitter des Diamanten oder durch Einlagerung weiterer chemischer Elemente wie Bor oder Stickstoff. Man bezeichnet die farbigen Diamanten auch als „Fancy-Colour-Diamanten“. Ihre Färbung hat ebenfalls Einfluss auf ihren Wert, allerdings einen sehr positiven: Weil sich unter 100.000 Diamanten nur ein farbiger befindet, sind sie entsprechend selten und damit begehrt und teuer.

Mit bloßem Auge kann man sie ebenfalls meist nicht erkennen, aber unter der Lupe oder gar dem Mikroskop werden sie sichtbar: Wie alle Edelsteine haben auch Diamanten oft kleine Einschlüsse im Innern, die über ihre Herkunft und ihre Entstehung vor Millionen oder gar Milliarden von Jahren Auskunft geben. Denn sie sind einst unter schier unvorstellbaren Bedingungen entstanden: Es müssen Temperaturen bis 1500 Grad Celsius und ein Druck von 100 bis 150 Kilobar herrschen, bis aus reinem Kohlenstoff durchsichtige Diamanten werden. Diese Bedingungen herrschen auf der Erde erst in rund 150 Kilometern Tiefe – bis sie ihren Weg ans Tageslicht finden, haben sie also einen sehr langen und äußerst beschwerlichen Weg hinter sich.
Die Einschlüsse sind gleichzeitig eine Art DNA des Diamanten, da sie nur bei echten, natürlichen Diamanten zu finden sind. Je kleiner diese Einschlüsse sind und je weniger man sie sieht, desto besser – und desto teurer der Diamant. Für hochwertigen Schmuck kommen meist nur Diamanten mit geringen Einschlüssen in Frage, denn größere Risse oder Einschlüsse können dafür sorgen, dass die Brillanz des Diamanten gemindert wird, er also nicht mehr so sauber das Licht bricht.
Fachleute unterscheiden folgende Reinheitsgrade von Diamanten:

Während allein Mutter Natur die drei ersten C beeinflusst, hängt das 4. C (Cut) – also der Schliff – von der Kunst des Diamantschleifers ab. Warum muss ein Edelstein überhaupt geschliffen werden? Ein Diamant in Rohform ist eher milchig und hat wenig mit dem gemein, was wir am Diamanten so lieben. Für sein Feuer, also sein verführerisches Funkeln, sorgen erst die eingeschliffenen Facetten, die für das einfallende Licht wie Spiegel wirken. Das Licht wird von ihnen in alle Farben des Regenbogens gebrochen und reflektiert. Je exakter der Schliff ausgeführt wird, desto besser wirft der Diamant das einfallende Licht zurück. So strahlt ein gut bearbeiteter Stein selbst bei schwachem Kerzenlicht schon sehr lebendig. Dafür müssen die Proportionen und Winkel der Facetten optimal auf den Stein angepasst sein. Auch für die Bewertung der Schliffgüte gibt es Abstufungen, sie lauten:

• Exzellent (engl. excellent): Außerordentlich brillant, beste Proportionen und Symmetrie, vollkommene Reflektion des Lichtes.
• Sehr gut (engl. very good): Sehr gute Brillanz, sehr gute Proportionen und Symmetrie.
• Gut (engl. good): Gute Brillanz, die Proportionen haben geringe Abweichungen, gute Symmetrie der Facetten.
• Mittel (engl. fair): Etwas weniger Brillanz, Proportionen und Symmetrie mit größeren Abweichungen.

Welche Form der Diamant beim Schleifen bekommt, hängt von weniger von der Form des Rohsteins als von den Einschlüssen im Stein ab. Der Diamantschleifer wird versuchen, sie möglichst zu eliminieren, um den Wert des Diamanten durch den Schliff zu steigern. Mittlerweile sind rund 350 Schliffarten bekannt, die verbreitetsten sind:

– Brillantschliff
Er ist der bekannteste und populärste Diamantschliff und schon fast ein Synonym. Ein Brillant ist immer ein rund geschliffener Diamant mit 57 Facetten, davon 56 symmetrisch angeordnet und eine große polierte Fläche im Oberteil, die Tafel genannt wird. Unten läuft er im sogenannten „Pavillon“ spitz zu. Entwickelt wurde dieser Schliff im Jahr 1910 und neun Jahre später noch einmal optimiert. Was macht ihn so beliebt? Er bietet erfahrungsgemäß die beste Brillanz: Wenn alle Proportionen und Winkel stimmen, ist das Feuer, das sich im Brillantschliff zeigt, unübertrefflich.

– Tropfenschliff
Bei diesem Schliff ist die Tafel oben nicht flach, sondern gerundet – was an einen Tropfen erinnert. Unten hat ein Diamant im Tropfenschliff ebenfalls ein spitzes Ende. Im Gegensatz zum Brillantschliff gibt es hier keine verbindlichen Vorgaben zu den Proportionen. Der Diamant kann also breiter oder länger gestaltet werden.

– Smaragdschliff
Auch wenn dieser Schliff vor allem für Smaragde verwendet wurde – daher sein Name – gibt es durchaus auch Diamanten im Smaragdschliff. Er kommt nur für besonders reine Diamanten in Frage, da er selbst kleine Einschlüsse oder Risse im Stein sichtbar machen würde. Er ist nämlich achteckig angelegt, mit langen, parallel angeordneten Facetten, die in drei Stufen auf den Mittelteil des Steins, die Rundiste, zulaufen. Die Unterseite ist dazu symmetrisch aufgebaut, der Stein läuft hier in einer Kante zu.

– Prinzessschliff
Mit 58 bis 146 Facetten in dieser Schliff sehr komplex, er ist darauf ausgelegt, die größtmögliche Brillanz im Stein zu entwickeln. Wenn er gut ausgeführt wird, braucht es nur wenig Licht, um das Feuer des Diamanten zu entfachen. Er kommt oft bei Diamanten mit einer quadratischen Grundform zum Einsatz und kaschiert mögliche Einschlüsse im Stein sehr gut.

Confidence („Vertrauen“) ist kein „hartes“ Gütekriterium wie die anderen 4C. Aber gerade das Vertrauen wird zunehmend wichtiger, wenn es um die Echtheit des Diamanten geht, seine Güte und seine Herkunft. Nur ein gut ausgebildeter und erfahrener Spezialist – ein Juwelier, besser noch ein Diamantgutachter – wird die Qualität eines Diamanten objektiv beurteilen können. Nur er kann dafür garantieren, dass es sich um einen echten Stein der beschriebenen Qualität handelt und der Stein ebenfalls nicht aus Konfliktgebieten stammt. Bei Juwelier Fridrich finden Sie insgesamt fünf ausgebildete und erfahrene Diamantgutachter, die Ihnen bei allen Fragen rund um Diamanten und Diamantschmuck gern zur Verfügung stehen.

Diamantschmuck bei Juwelier Fridrich

Bei Juwelier Fridrich finden Sie eine riesige Auswahl an Schmuckstücken mit Diamant. Ob Ring, Ohrstecker, Anhänger oder Diamant-Collier:
Wir haben alles, was funkelt und Ihr Herz höher schlagen lässt.

Unabhängige Expertisen

Für jeden Diamanten über 0,3 Carat erhalten Sie bei Juwelier Fridrich die unabhängige Expertise eines international anerkannten gemmologischen Labors verfügt. Dieses Gutachten bestätigt die Echtheit des Steines und dokumentiert die Qualitätskriterien. Es sollte nach dem Kauf gut aufbewahrt werden, da es auch später bei der Wertermittlung von Schmuckstücken hilfreich ist.

Die drei führenden Institute sind:

GIA (Gemologial Institute of America)
Das Institut mit Hauptsitz in Carlsbad (Kalifornien) und New York hat weltweit sechs Niederlassungen. Es erstellt seit 1955 Expertisen nach eigenen Richtlinien.

HRD (Hoge Raad voor Diamant)
Das Institut mit Hauptsitz in der belgischen Diamantenmetropole Antwerpen wurde 1976 gegründet und hat drei Filialen weltweit. Es arbeitet nach den IDC-Regeln.

DPL (Diamant-Prüflabor)
Das Labor mit Sitz in der deutschen Edelsteinmetropole Idar-Oberstein erstellt seine Expertisen seit 1977 nach IDC-Regeln. Seit 2002 ist es nach ISO DIN EN ISO-IEC-17025:2005 zertifiziert, was bedeutet, dass es als einziges Labor voll für die Richtigkeit seiner Graduierung haftet.

Fragen und Antworten rund um Diamanten

Diamanten sind zwar sehr hart, aber unzerstörbar sind sie keineswegs. Gerade sehr harte Materialien neigen bekanntermaßen dazu, spröde zu sein. Wenn ein Diamant zu Boden fällt oder etwas fällt auf ihn, dann kann es schon passieren, dass er bricht.

Ja – insbesondere, wenn sie auf andere Diamanten treffen. Was sich Diamantschleifer zunutze machen – sie schleifen Diamanten mit Diamantstaub – ist zu Hause natürlich unerwünscht. Achten Sie deshalb vor allem bei der Aufbewahrung und dem Transport darauf, dass Diamantschmuckstücke getrennt verpackt werden, sodass Diamant nicht an Diamant reiben kann.

So wie alles und alle sind auch Diamanten den Umwelteinflüssen ausgesetzt. Ihnen kann also durchaus auch Schmutz anhaften bleiben. Die gute Nachricht: Das wenigste davon kann einem Diamanten etwas anhaben. Und die richtig gute Nachricht: Wir reinigen gern Ihren Diamantschmuck von Zeit zu Zeit für Sie, sodass er schonend wieder so schön aussieht wie am ersten Tag. Sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch bei uns einfach darauf an.

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